Kalender-Edition Die Kalender von Gottfried Kirch werden innerhalb der seit Mitte 2008 erscheinenden Schriftenreihe ACTA CALENDARIOGRAPHICA ediert. Mit dieser neuen, zweiteiligen Schriftenreihe soll das vertiefte Studium der Schreibkalender des 17. Jahrhunderts befördert werden.
In dem ersten Teil "Acta Calendariographica - Kalenderreihen" werden im Faksimiledruck einzelne Jahrgangsexemplare (ein Jahrgang in einem Heft) ausgewählter Kalenderreihen neu herausgegeben. Sie sollen dem Historiker als Quellenmaterial dienen. Eine solche Quellenedition ist schon deshalb sinnvoll, weil von einem Jahrgang eines Kalenders in der Regel lediglich ein Exemplar und die verschiedenen Jahrgänge einer Reihe nur ganz selten vollständig in einer Institution überliefert sind. Der erneute Druck inhaltlich bedeutsamer Schreibkalender verschafft dann einen leichteren Zugang zu dieser Quellengattung.
Mit dem anderen Teil "Acta Calendariographica - Forschungsberichte" werden Arbeiten zu speziellen Themen geliefert. Allen Historikern, die sich mit dem Kalenderwesen beschäftigen, steht diese Reihe für die Publikation ihrer Forschungsergebnisse offen.
Die Forschung des Herausgebers zum Kalenderwesen des 17. Jahrhunderts wird seit Oktober 2006 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Im Rahmen des Projektes "Die wissenschaftliche Professionalisierung des Kalenderwesens im 17. Jahrhundert im Kontext der Frühaufklärung" konnte durch systematisches Suchen erstmals umfassend Kenntnis zur Überlieferung der im damaligen "Teutschland" hergestellten Schreibkalender der Größe ca. 16 cm x 20 cm für die Jahre von 1600 bis 1700 erlangt werden. Von den bis Ende September 2008 registrierten rund 6300 großen Schreibkalendern wurden fast alle durch den Herausgeber auch in Augenschein genommen. Die bedeutendsten Stücke werden in der Schriftenreihe veröffentlicht.
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